ffm - Förderkurse für junge Migranten

»Die Arbeit des Erziehers gleicht der eines Gärtners, der verschiedene Pflanzen pflegt. Eine Pflanze liebt den strahlenden Sonnenschein, die andere den kühlen Schatten; die eine liebt das Bachufer, die andere die dürre Bergspitze. Die eine gedeiht am besten auf sandigem Boden, die andere im fetten Lehm. Jede muss die ihrer Art angemessene Pflege haben, anderenfalls bleibt ihre Vollendung unbefriedigend.«

Abbas Effendi, arab. Schriftgelehrter  

Von unseren 1,6 Millionen Zuwandererkindern verläßt jedes fünfte die Schule ohne Abschluss. Schwierigkeiten haben sie vor allem bei den Übergängen von einer Schulform zur nächsten: bestehende Sprachprobleme treten hervor, neue Strukturen tauchen auf, inhaltliche Anforderungen steigen. Das Projekt ffm ließ solchen Kindern individuelle Unterstützung zukommen.


Fakten kurz gefasst

ffm Förderkurse für junge Migranten richtete sich an Schülerinnen und Schüler, die Sprachschwierigkeiten in Deutsch hatten und fachliche Unterstützung für ihren schulischen Erfolg benötigten. Von speziell ausgebildeten Studierenden der J.W.Goethe-Universität Frankfurt, vorzugsweise selbst mit Migrationshintergrund, erhielten sie unentgeltliche Förderkurse beim Übergang von einer Schulform zur nächsten.

Projektträger
Peter Fuld Stiftung, J.W.Goethe-Universität, Staatliches Schulamt Frankfurt, Stadtschulamt Frankfurt, Crespo Foundation, auf Initiative und mit Unterstützung der Stiftung Mercator

Projektstart


2005

Projektförderung2010-2013
Teilnehmer

Frankfurter Grundschulen:
Adolf-Reichwein-Schule, Freiligrathschule, Gruneliusschule, Käthe-Kollwitz-Schule, Liesel-Oestreicher-Schule, Münzenbergschule, Riedhofschule, Robert-Blum-Schule, Theobald-Ziegler-Schule

Weiterführende Schulen:
Carlo-Mierendorff-Schule, Eduard-Spranger-Schule, Falkschule, Heinrich-Kraft-Schule, IGS West, Otto-Hahn-Schule, Salzmannschule, Sophienschule

Projektleitung

Arbeitsstelle für Schulentwicklung und Projektbegleitung
Prof. Dr. Dieter Katzenbach/ Prof. Dr. Helga Deppe

Was war ffm Förderkurse für junge Migranten

Gerade Schülerinnen und Schüler mit schwachen Leistungen, die zusätzlich Probleme mit der deutschen Sprache haben und wenig Unterstützung außerhalb der Schule erhalten, verschlechtern sich oft in Übergangsphasen von einer Schulform zur nächsten und »driften hinaus«, wie Pädagogen diesen Prozess nennen... Kinder aus Zuwandererfamilien sind nach aktuellen Studien besonders betroffen. Deshalb richtete sich das Modellprojekt »ffm Förderkurse für junge Migranten – Übergänge begleiten« auch gerade an diese: in Gruppen von drei bis fünf Schülern wurden sie von Lehramtsstudierenden der J.W. Goethe-Universität gezielt dabei unterstützt, ihre jeweiligen schulischen Hürden zu meistern.
Die Studierenden wurden auf die spezifischen Anforderungen hin ausgebildet und von der Projektleitung in regelmäßigen Seminarveranstaltungen begleitet. Auf diese Weise sprach das Projekt die Lernprozesse aller Beteiligten gleichzeitig an: die Schüler erhielten eine ganz auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Förderung, die künftigen Lehrer sammelten wertvolle Praxiserfahrungen und konnten, selbst Migranten, zu Vorbildern für ihre Schützlinge heranreifen.
Zielgruppe waren Schülerinnen und Schüler an den Übergängen sowohl aus der Grundschule in die Sekundarstufe I, als auch aus der Sekundarstufe I in die Berufswelt, da hier entscheidende Weichen für die Bildungskarrieren der Schüler gestellt werden.


Fotos

Gemeinnützige Hertie-Stiftung

D  E
facebook