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Walk of Fame

Der Vorläufer von »Walk of Fame« trug eine schlichte, aber eindringliche Aufforderung im Namen: Das Projekt hieß »Komm!«. Es zielte darauf ab, Jugendliche, die ihren Weg in den Beruf noch nicht gefunden haben, über kunstpädagogische Projekte aus festgefahrenen Mustern zu befreien, ihnen Orientierung zu bieten und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
2009 ging das Nachfolgeprojekt mit dem suggestiven Titel »Walk of Fame« an den Start. Es führte die Ansätze von »Komm!« weiter, wie sie sich nach der Evaluation als sinnvoll herausgestellt hatten. Auch Walk of Fame richtete sich an Jugendliche aus schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen. In der Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur sollten sie gemeinsam ihr eigenes Wohnumfeld in Offenbach gestalten, den Stadtraum künstlerisch erobern und schließlich auch neue Räume, insbesondere Kulturinstitutionen, für sich entdecken.


Fakten kurz gefasst

Projektträger
Städel Museum, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Liebieghaus Skulpturensammlung
Förderzeitraum

Ab Mitte 2009

Projektlaufzeit2009-2010
Projektverlauf
Das Projekt wurde von der Schirn Kunsthalle Frankfurt, der Liebieghaus Skulpturensammlung und dem Städel Museum in Zusammenarbeit mit startHaus und der Offenbacher Wohnbaugesellschaft GBO durchgeführt. In einem Gesamtangebot aus Hausaufgabenförderung, Grünflächengestaltung, Nachbarschaftsprojekt und vielem mehr wurde ein Kreativklub eingerichtet. Hier näherten sich die Jugendlichen künstlerischen Themen  und gestalteten im ersten Schritt das eigene Wohnviertel künstlerisch um. Anschließend wurden weitere Orte, die für die Teilnehmer bedeutend oder interessant waren, künstlerisch erschlossen und gestaltet. Später entstand daraus ein »Kunstweg«, der »Walk of fame«, der diese Orte verband und aus der Perspektive der Kinder und Jugendlichen einen Zugang zur Kultur spiegelte: vom Wohnviertel in Offenbach über den Stadtraum zu den beteilgten Frankfurter Kunstinstitutionen.
ProjektkontaktDr. Chantal Eschenfelder, eschenfelder(at)staedelmuseum.de


Was war Walk of Fame

Die für die TeilnehmerInnen eher ungewohnte Welt der Kunst wurde zum Mittel, um aus der eigenen Welt ein Stück weit auszubrechen und sich neue Welten zu erschließen.
Über die Beschäftigung mit aktuellen künstlerischen Ansätzen wie Streetart oder Mapping, aber auch über die Auseinandersetzung mit Prinzipien der Kunst und Kunstproduktion der vergangenen Jahrhunderte ließ sich dies leisten. Museen und Jugendkultur nahmen Verbindung auf - und der Nachwuchs bekam die Möglichkeit, der Kunst im Museum und im eigenen Wohnviertel zu begegnen.
Nachdem sich die TeilnehmerInnen Räume erschlossen und individuelle Verbindungen geschaffen hatten, »markierten« sie diese und setzen sie in einen sichtbaren Zusammenhang. So entstand ein spannender Weg, auf dem die Öffentlichkeit entlang junger Ideen von Offenbach nach Frankfurt wandeln konnte.


Struktureller Ansatz

Der verbindende Ansatz spiegelte sich auch in den beteiligten Organisationen: Die Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach (GBO), die sich für ein wohnliches Offenbach einsetzt und Verantwortung im Wohnumfeld der Jugendlichen trägt; das StartHAUS als Impulsgeber und Träger innovativer pädagogischer Konzepte; Schirn Kunsthalle Frankfurt, Städel Museum und Liebieghaus Skulpturensammlung als Orte ästhetischer Erfahrung, die aktive kunstpädagogische Arbeit betreiben und die Kulturinstititionen in die Gesellschaft öffnen wollen.
Sie alle zogen an einem Strang, um Jugendliche in Offenbach zu unterstützen und ihnen den Zugang zu sozialen Räumen und zu Kunst und Kultur zu erleichtern. In Zweier-Teams arbeiteten Kunst- und SozialpädagogInnen aus den beteiligten Organisationen zusammen; Austausch und gegenseitige Anregungen im Verlauf des Projekts trugen zur Stärkung und Präzisierung der jeweiligen pädagogischen Ansätze bei.
Die Kurse fanden wechselweise im Wohnviertel, an öffentlichen Orten und in den beteiligten Museen statt. Methodisch wechselten sich Kunstbetrachtung, gemeinsame Aktivitäten und eigenes künstlerisches Arbeiten ab und ließen den »Walk of Fame« entstehen, der die Jugendlichen von der Neugestaltung ihres Wohngebiets über das städtische Umfeld zu den Kunstmuseen Frankfurts führte – und zu neuen Wegen des Denkens und Handelns.


Fotos

startHAUS

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